ESR1 kodiert den Östrogenrezeptor α (ERα), ein ligandenaktivierter Transkriptionsfaktor, der zentral an der Regulation von Zellwachstum, Differenzierung und zellulären Überlebensprozessen beteiligt ist.1
Veränderungen des ESR1-Gens sind ein zentraler Mechanismus bei der Entstehung von endokrinen Resistenzen bei hormonrezeptorpositiven Mammakarzinomen. Beschrieben werden verschiedene Aberrationen, darunter vor allem aktivierende Punktmutationen, aber auch seltene Gen‑Rearrangements wie ESR1-Fusionen sowie Genamplifikationen. Punktmutationen stellen dabei die häufigste und klinisch relevanteste Veränderung dar, während Fusionen und insbesondere Amplifikationen nur selten auftreten und eine untergeordnete, bislang unklare klinische Bedeutung haben.1-3
ESR1-Mutationen gewinnen zunehmend an klinischer Relevanz – insbesondere im Kontext der molekularen Analyse des Tumors zur personalisierten Therapie und Prognoseeinschätzung.4 Die Analyse zirkulierender Tumor-DNA mittels Liquid Biopsy stellt dabei eine sensitive Methode dar, um ESR1-Mutationen dynamisch im Verlauf einer endokrinen Therapie zu monitoren und zu detektieren.5
Abkürzungen
ERα: Östrogenrezeptor alpha; ESR1: Östrogenrezeptor 1 (Gen)
- Basu G, et al. Breast Cancer Research (2026) 28:40.
- De Santo I, et al. Cancers 2019, 11,1894.
- Bielo L, et al. ESMO Open. 2024; 9(10):103731.
- De Santo I, et al. Cancers 2019, 11(12),1894.
- Betz M, et al. Cancers 2023, 15(21),5169.
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IB-Nummer: DE-97807-07-26
Gültig bis: 22.07.2028


