Tumorer­krankungen

Ovarialkarzinom im Überblick

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Mit rund 7.300 Neuerkrankungen pro Jahr zählt das Ovarialkarzinom zu den seltenen, jedoch prognostisch ungünstigen Tumorerkrankungen. Es macht etwa 3,1 % aller malignen Neubildungen bei Frauen aus, verursacht jedoch 5,2 % aller krebsbedingten Todesfälle.

 

Somit ist das Ovarialkarzinom nach dem Mammakarzinom die zweithäufigste tödliche Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane.

 

Da etwa drei Viertel aller Fälle erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden, liegt das relative 5‑Jahres‑Überleben beim Ovarialkarzinom aktuell bei rund 43 %.1

Neben chirurgischen und systemischen Therapieverfahren gewinnt die molekulare Diagnostik zunehmend an Bedeutung für die individualisierte Therapieplanung. Besonders klinisch relevant ist der Nachweis von Mutationen in den Genen Breast Cancer Associated Gene 1 (BRCA1) und Breast Cancer Associated Gene 2 (BRCA2) sowie einer homologen Rekombinationsdefizienz (HRD). Diese Biomarker können als Hinweis auf einen gestörten DNA‑Reparaturmechanismus dienen und bei erfüllten Zulassungskriterien gezielt für den Einsatz bestimmter Erhaltungstherapien genutzt werden.1

Abkürzungen

BRCA1: Breast Cancer Associated Gene 1; BRCA2: Breast Cancer Associated Gene 2; DNA: Desoxyribonukleinsäure; HRD: Homologe Rekombinationsdefizienz

  1. S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren. Version 6.0, Januar 2024. Verfügbar unter https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-035OLl_S3_Ovarialkarzinom_2024-10.pdf. Letzter Zugriff: Oktober 2025.

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IB-Nummer: DE-90924/01-26

Gültig bis: 16.01.2028