Das Lungenkarzinom zählt zu den häufigsten und tödlichsten Krebserkrankungen in Deutschland. Jährlich erkranken rund 57.000 Menschen neu an einem Lungenkarzinom, etwa 45.000 versterben daran – damit ist es weiterhin die Krebsentität mit der höchsten Mortalität bei Männern und Frauen.1 Das mediane Erkrankungsalter liegt bei 69 Jahren; lediglich 2 % der Patient:innen sind jünger als 50 Jahre.2

(mod. nach RKI 20231; Onkopedia-Leitlinie NSCLC 20252; DKG Jahresbericht 20243; Pignon J-P et al. 20084; NSCLC Meta-analysis Collaborative Group 20145; Burdett S et al. 20156; Ghysen K et al. 20197; Rajaram R et al. 20248)
Mit einem Anteil von ca. 78 % stellt das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) die häufigste histologische Subgruppe des Lungenkarzinoms dar.2 Innerhalb des NSCLC überwiegt das Adenokarzinom mit einem Anteil von 55 %, gefolgt vom Plattenepithelkarzinom (27 %), neuroendokrinen Tumoren (6 %) sowie adenosquamösen und großzelligen bzw. undifferenzierten Karzinomen (jeweils 1 %).2
In über der Hälfte der dokumentierten NSCLC-Fälle (52 %) liegt zum Zeitpunkt der Erstdiagnose bereits eine Fernmetastasierung vor.2 Laut dem Jahresbericht 2024 der zertifizierten Lungenkrebszentren entfielen etwa 40 % der Diagnosen auf die frühen Stadien (IA–IIIA) und etwa 60 % auf die fortgeschrittenen Stadien (IIIB–IV).3
Kurative Resektion: Standard in frühen NSCLC-Stadien
Für NSCLC im Stadium I und II sowie in einzelnen Fällen im Stadium IIIA stellt die chirurgische Resektion weiterhin die Standardtherapie mit kurativem Anspruch dar.2 In den Stadien II und III wird zusätzlich eine neoadjuvante oder adjuvante Chemotherapie empfohlen.2 Der additive Überlebensvorteil einer adjuvanten Chemotherapie beträgt im Vergleich zur alleinigen Resektion jedoch lediglich etwa 4–5 % im 5-Jahres-Gesamtüberleben.4–6
Trotz kurativer Resektion bleibt das Risiko für ein Tumorrezidiv erheblich.4,7 Die publizierten Rezidivraten variieren teils deutlich in Abhängigkeit von Studienkollektiv und Nachbeobachtungszeit.8
Daher besteht weiterhin ein hoher Bedarf an innovativen Therapiestrategien, die das Rückfallrisiko im frühen NSCLC senken und die kurative Behandlungsrate verbessern.
Abkürzungen
CTx: Chemotherapie; DKG: Deutsche Krebsgesellschaft; NSCLC: nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom; RKI: Robert-Koch-Institut
- Krebs in Deutschland 2019/2020. 14. Ausgabe, Robert-Koch-Institut, Berlin 2023. Verfügbar unter https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_2023.pdf. Letzter Zugriff: Oktober 2025.
- onkopedia Leitlinie Lungenkarzinom, nichtkleinzellig (NSCLC); April 2025. Verfügbar unter onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/lungenkarzinom-nicht-kleinzellig-nsclc/@@guideline/html/index.html. Letzter Zugriff: Oktober 2025
- Deutsche Krebsgesellschaft (2024). Jahresbericht der zertifizierten Lungenkrebszentren: Kennzahlenauswertung 2024. Verfügbar unter krebsgesellschaft.de/jahresberichte.html. Letzter Zugriff: Oktober 2025.
- Pignon J-P, et al. J Clin Oncol 2008;26(21):3552–9.
- NSCLC Meta-analysis Collaborative Group. Lancet 2014;383(9928):1561–71.
- Burdett S, et al. Cochrane Database Syst Rev 2015;2015(3):CD011430.
- Ghysen K, et al. Curr Opin Oncol 2019;31(1):13–7.
- Rajaram R, et al. Chest 2024;165(5):1260–70.
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IB-Nummer: DE-91341/01-26
Gültig bis: 28.01.2028







