Das Protein PD-L1 (Programmed Death-Ligand 1) spielt eine zentrale Rolle in der Tumorimmunologie. Durch Bindung an den PD-1-Rezeptor auf aktivierten T-Lymphozyten hemmt es die zelluläre Immunantwort und trägt so zur Immunevasion maligner Zellen bei.1,2 Eine Überexpression von PD-L1 ermöglicht es Tumoren, der immunologischen Kontrolle zu entgehen – ein Mechanismus, der unter anderem durch genomische Amplifikationen, onkogene Signaltransduktion oder inflammatorische Tumormikromilieus induziert werden kann.1
PD-L1 ist in verschiedenen Tumorentitäten nachweisbar, darunter nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC), triple-negatives Mammakarzinom (TNBC), Urothel-, Magen- und Pankreaskarzinom.1,3 Seine Expression korreliert in vielen Fällen mit einer aggressiven Tumorbiologie und ist zugleich prädiktiv für das Ansprechen auf Immuncheckpoint-Inhibitoren.1,3
In der pathologischen Routinediagnostik hat sich PD-L1 daher als therapierelevanter Biomarker mit direktem Einfluss auf die Therapieentscheidung etabliert.
Abkürzungen
NSCLC: nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom; PD-1: Programmed cell death-1; PD-L1: Programmed cell death ligand-1; TNBC: triple-negatives Mammakarzinom
- Zhou Y-J, et al. Blood Sci 2023;5(2):77–91.
- Wu Y, et al. Front Immunol 2019;10:2022.
- Li C-J, et al. Oncol Rep 2021;45(1):5–12.
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