Das Kirsten-Rat-Sarkom (KRAS) Onkogen ist das am häufigsten mutierte Onkogen in zahlreichen soliden Tumoren, insbesondere beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC). Etwa 25 % der NSCLC weisen KRAS-Mutationen auf, vorwiegend im Codon 12, was zu einer konstitutiven Aktivierung proliferationsfördernder Signalwege führt.1–3
KRAS-Mutationen sind mit einer ungünstigeren Prognose und einer verminderten Ansprechrate auf konventionelle Chemo- und Immuntherapien assoziiert.1,3,4 Die molekulare Charakterisierung dieser Mutationen hat die Entwicklung gezielter KRAS-Inhibitoren ermöglicht, die das therapeutische Spektrum beim NSCLC erheblich erweitern.1,2
Darüber hinaus beeinflussen KRAS-Mutationen die Tumormikroumgebung: Während viele dieser Tumoren durch eine immunologisch „heiße“ Mikroumgebung mit erhöhter PD-L1 Expression charakterisiert sind, führen Co-Mutationen in Genen wie STK11 oder KEAP1 häufig zur Ausbildung „kalter“ Tumoren mit geringer Immunzellinfiltration und eingeschränkter Wirksamkeit immunbasierter Therapien.3
Die präzise Bestimmung des KRAS-Mutationsstatus ist daher ein zentraler Bestandteil der personalisierten Therapieplanung beim NSCLC.
Abkürzungen
KEAP1: Kelch-like ECH-associated protein 1 (Gen); KRAS: Kirsten Rat Sarkoma (Gen); NSCLC: nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom; PD-L1: programmed cell death ligand-1; STK11: Serin/Threonin-Kinase 11 (Gen)
- Huang L, et al. Signal Transduct Target Ther 2021;6(1):386.
- Ghazali N, et al. Ther Adv Med Oncol 2025;17:17588359251323985.
- Cucurull M, et al. Front Oncol 2021;11:793121.
- Uniyal P, et al. Cancers (Basel) 2025;17(5):785.
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