Optimaler Zeitpunkt für den BRCA-Test

Neben ihrer Funktion als Risikofaktor für das Auftreten von familiären Brust- und Eierstockkrebserkrankungen spielen BRCA-Mutationen darüber hinaus eine wichtige Rolle als Biomarker für die Therapieplanung.1

Um den betroffenen Patienten eine adäquate Therapie zukommen zu lassen, sollte daher der BRCA-Test so früh wie möglich erfolgen.

Eine zeitnahe BRCA-Diagnostik ist essentiell

Damit das Ergebnis eines BRCA-Tests für die Therapieplanung genutzt werden kann, ist eine zeitnahe Diagnostik von großer Bedeutung. Daher sollte die BRCA-Diagnostik mit einer Analysezeit von maximal 1–2 Wochen erfolgen, um den Behandlern möglichst schnell eine optimale Grundlage für die Therapieempfehlungen zur Verfügung stellen zu können.

Eine zeitnahe BRCA-Diagnostik ist essentiell für die TherapieplanungAbb. 1: Eine kurze Bearbeitungszeit im Rahmen der genetischen Diagnostik ist für die Therapieplanung essentiell

Ob die BRCA-Diagnostik am Blut oder am Tumorgewebe durchgeführt wird, entscheidet in der Regel der Therapeut individuell unter besonderer Berücksichtigung der Familienanamnese und der therapeutischen Notwendigkeiten sowie der Zulassungsvoraussetzungen bestimmter Therapien.

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Quellen:

1 S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren. Langversion 4.0 – März 2020, 032/035OL. Erhältlich unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/ovarialkarzinom/ (Letzter Zugriff: 24.04.2020).
2 Gesetz über genetische Untersuchungen bei Menschen (Gendiagnostikgesetz – GenDG) vom 31. Juli 2009, Bundesgesetzblatt 50: 2529–2538.