LUNG - Präzise identifizieren, passgenau therapieren.

Der Test erfolgt vor Beginn der medikamentösen Erstlinientherapie

Vor dem Hintergrund der klinisch relevanten Überlegenheit der TKI-Therapie gegenüber der (Kombinations-)Chemotherapie in der EGFR-mutationspositiven Subpopulation ist eine Testung auf das Vorliegen einer therapierbaren aktivierenden EGFR-Mutation noch vor Beginn der medikamentösen Erstlinientherapie von hoher Priorität.1,2

Die molekulare EGFR-Mutationstestung ist aus diesem Grund heute ein in den Leitlinien verankerter Standard für Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC.1
Bei Patienten, bei denen ein nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium (NSCLC IIIB/IV) diagnostiziert wird, soll die Erhebung des EGFR-Mutationsstatus bei allen Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinom erfolgen. Aber auch bei Patienten mit Plattenepithelkarzinom-Histologie sollte zumindest bei Nie- oder Leichtrauchern (> 10 Jahre Rauchstopp, < 10 Packungsjahre bzw. < 100 Zigaretten Lebenszeitkonsum) eine EGFR-Mutationsanalyse durchgeführt werden.1

Empfehlungen für die EGFR-Mutationstestung
* Definiert als: weniger als 10 Packungsjahre und seit > 10 Jahren Nichtraucher bzw. < 100 Zigaretten Lebenszeitkonsum.

Abb.1: Empfehlungen für die EGFR-Mutationstestung bei NSCLC-Patienten nach S3-Leitlinie1

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Quellen:
1 S3-Leitlinie Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms, Langversion 1.0, Februar 2018; AWMF-Registernummer 020/007OL.
2 Onkopedia Leitlinien, Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig (NSCLC), Stand: November 2018. Erhältlich unter: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/lungenkarzinom-nicht-kleinzellig-nsclc/@@view/html/index.html (Letzter Zugriff: 21.01.2019).