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Die T790M-Mutation ist eine Mutation des EGF-Rezeptors

Die häufigste Mutation im Zusammenhang mit erworbenen Resistenzen beim EGFR-mutationspositiven NSCLC ist die T790M-Mutation im Exon 20 des EGFR-Gens.1

T790M ist eine einzelne Missense-Mutation in der EGFR-Kinase-Domäne, die zum Ersatz von Threonin durch Methionin an Position 790 führt. Sie tritt vergleichsweise häufig beim Einsatz von konventionellen EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren (EGFR-TKIs) der 1. oder 2. Generation auf. Der größere Methionin-Rest verhindert dann die Bindung des EGFR-TKIs, während die katalytische Aktivität der EGFR-Kinase-Domäne erhalten bleibt.2 In diesem Fall kann die Therapie mit einem Drittgenerations-EGFR-TKI fortgesetzt werden.TKIs der 3. Generation sind eine Weiterentwicklung und binden kovalent an den EGF-Rezeptor.3 Sie werden idealerweise direkt in der Erstlinientherapie eingesetzt.4,5

Resistenzmutationen beim NSCLC
Abb 1: Die T790M-Mutation auf dem Exon 20 ist die häufigste Resistenzmutation beim NSCLC6

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Quellen:

1 Yu HA et al. Clin Cancer Res. 2013; 19: 2240–2247.
2 Godin-Heymann N et al. Mol Cancer Ther 2008; 7(4): 874–879.
3 Cross DA et al. Cancer Discov 2014; 4: 1046–1061.
4 Onkopedia Leitlinien, Lungenkarzinom, nicht-kleinzellig (NSCLC), Stand: November 2018. Erhältlich unter: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/lungenkarzinom-nicht-k...@@view/html/index.html (Letzter Zugriff: 21.01.2019).
5 S3-Leitlinie Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms, Langversion 1.0, Februar 2018; AWMF-Registernummer 020/007OL.
6 Sharma SV et al. Nat Rev Cancer 2007; 7(3): 169–181.